Fachbegriffe
PA (Polyamide)
PA (Polyamide) sind Polymermoleküle, die die periodisch auftretende Amid-Gruppe-CO-NH- enthalten, auch Nylon genannt. Als technischer Kunststoff ist PA mit vielen Arten von Zusätzen zur Eigenschaftsverbesserung compoundiert.
PAR (Polyarylat)
Amorpher Thermoplast, basierend auf Tere- und Isophthalsäure und Bisphenol A in der Polymerkette, ist ein witterungsbeständiger, teilaromatischer Polyester.
PBT (Polybutylenterephthalat)
Durch Polykondensation von Butylenglykol mit Terephthalsäure oder Dimethylterephthalat hergestellter thermoplastischer Polyester. Mit ausgewählten Zusätzen entsteht der technische Kunststoff PBT.
PC (Polycarbonat)
PC (Polycarbonat) ist ein thermoplastisches, amorphes Polymer, das die periodisch auftretende Carbonat-Gruppe (-O-COO-) in der Polymerkette enthält. Es findet unter anderem Anwendung als äusserst schlagzähe, transparente Schutz- und Sichtplatte, sowie in Schutzhelmen.
PET (Polyethylenterephthalat)
PET (Polyethylenterephthalat) ist ein Polyester mit sich in der Polymerkette wiederholenden Estergruppen (-COO-) und dazwischen liegendem Benzolring (-C6H4-) und Ethylengruppen (-CH 2 – CH 2-), hergestellt durch Polykondensation von Terephthalsäure und Ethylenglykol. Er wird verwendet zur Herstellung von Polyester-Fasern und PET-Getränkeflaschen.
Plastifizieren
Eine thermoplastische Formmasse durch mechanisches Bearbeiten und/oder Wärme zufuhr besser verarbeitbar machen, z.B. auch durch Zugabe von Weichmachern.
Plastik (Kunststoff)
Hochmolekulare Verbindungen (Polymere oder Makromoleküle), meist mit Zu sätzen : lineare oder verzweigte Struktur (thermoplastische Elastomere oder Thermoplaste) und vernetzte Struktur, die nicht schmelzbar sind (Duroplaste und Elastomere). Sie kommen durch Verknüpfung von sehr vielen kleinen Molekülen zustande.
Plastizität
Eigenschaft eines Stoffes, die Verformung beizubehalten, wenn die Verformungsspannung bis an die Fliessgrenze oder darunter vermindert wird.
PMMA (Polymethylmethacrylat)
PMMA (Polymethylmethacrylat, Acrylglas, Plexiglas) ist ein transparenter Thermoplast von hoher Glasklarheit und Brillanz. Hohe Härte und Witterungsbeständigkeit führten zu breiter Anwendung im Automobilbau. Sprödigkeit wird durch Mischen mit Elastomeren aufgehoben (mit AN=Acrylnitril als Monomer). In der chemischen Struktur hat PMMA in der linearen CH 2-Kette an jeder zweiten Stelle eine Methyl (CH3-)- und eine Methylester-Gruppe (-COO-CH3 ).
Polyacrylat (PAK)
Polymer eines Acrylsäureesters, eines Homologen oder eines substituierten Derivates von Acrylsäuren. Formmasse besteht zur Hauptsache aus Polyacrylaten.
Polyamid 12
Polyamid 12 (PA 12 ) ist ein thermoplastisches Polymer mit 12 C-Atomen in der Monomereinheit, hergestellt aus Laurinlactam (13-gliedriger Ring mit Amidgruppe), durch Ring-öffnende Polymerisation zur Polymerkette und hat das geringste Feuchtigkeitsaufnahmevermögen unter den PA-Typen und damit weniger Eigenschaftsänderungen durch Umgebungseinflüsse.
Polyamid 6
Polyamid 6 (Polycaprolactam, PA 6, Nylon 6) ist ein PA mit 6 C-Atomen in der Monomereinheit, hergestellt aus dem ringförmigen Caprolactam (7-gliedriger Ring mit Amidgruppe) durch Ring-öffnende Polymerisation zur Polymerkette. Mit Additiven ist PA 6 ein zäher technischer Kunststoff. Es wird viel für Barrierefolien und Chemiefasern eingesetzt.
Polyamid 66
Polyamid 66 (PA 66, Nylon 66) wird hergestellt durch Polykondensation von Hexamethylendiamin (6 C-Atome) und Adipinsäure (6 C-Atome) unter Wasserabspaltung. Mit Additiven entsteht ein zäher Thermoplast für Automobil- und Elektroteile. PA 66 ist auch als Chemiefaser bekannt.
Polyblends (Alloys)
Polyblends (Alloys) sind Mischungen, oft auch Legierungen genannt, verschiedener Thermoplaste zum Erzeugen neuer Kunststoffmaterialien mit bisher nicht vorhandenen Eigenschaftsprofilen.
Polyester
Polyester sind Kunststoffe, die durch Veresterung von mehrwertigen Alkoholen und Säuren hergestellt werden. Verwendung u.a. für Fasern, Harze und Lackstoffe (Thermoplast oder duroplastisches Alkydharz).
Polyethylen (PE)
Polyethylen (PE) ist eine Familie weicher teilkristalliner Thermoplaste, hergestellt aus Ethylen (CH2 =CH2 ), mit unterschiedlicher Struktur: Verzweigte Makromoleküle : PE-LD (low density)= Hochdruck-PE. Lineare Makromoleküle : PE-HD (high density)= Niederdruck-PE mit höheren Kristallinitätsanteil. Neues Metallocen- katalysiertes PE weist durch noch höhere Linearität verbesserte Eigenschaften auf. PE ist ein weitverbreiteter Massenkunststoff.
PP (Polypropylen)
PP (Polypropylen) ist ein thermoplastischer, kristalliner Massenkunststoff, hergestellt durch Polymerisation von Propylen. PP ist weitverbreitet, preisgünstig und weist das grösste Wachstumspotential auf. Es existieren Copolymere und Block-Copolymere. Stark verbesserte Eigenschaften weist das neu eingeführte isotaktische und syndiotaktische PP mit regelmässiger, molekularer Anordnung auf. Es wird zum Teil mit den neuen Metallocen-Katalysatoren hergestellt.
PPS (Polyphenylensulfid)
PPS (Polyphenylensulfid) ist ein linearer, hochkristalliner Thermoplast mit S-Brücken zwischen den Benzolringen im Makromolekül. Bei verzweigten Typen kann durch thermische Nachbehandlung eine duroplastische Struktur erzielt werden. PPS weist mit Glasfasern verstärkt Dauertemperatur-Beständigkeiten bis 240O C auf und findet Anwendungen in der Elektronik- und Automobilindustrie.
PS (Polystyrol)
PS (Polystyrol) ist ein linearer Massen-Thermoplast von amorphem Charakter mit ataktisch angeordneten Benzolringen als Seitenanhang an jedem zweiten C-Atom der CH 2 – Polymerkette. PS ist transparent und relativ spröde. Von ihm leiten sich zahlreiche Copolymere ab. Bekannt ist besonders auch der PS-Schaumstoff. Neue regelmässig aufgebaute PS-Strukturen ergeben syndiotaktisches PS (=SPS) mit hoher Kristallinit und einer Schmelztemperatur von 270OC.
PUR (Polyurethan)
Thermoplastische PUR-Elastomere (T-PUR) sind wiederaufschmelzbare Polymerstrukturen mit Hart- und Weichsegmenten zwischen den sie verbindenden Urethanstrukturen (-NH-COO-) im Makromolekül, hergestellt aus Diolen (-OH) und Diisocyanaten (-NCO). Für duroplastische PUR-Typen mit höherer Gummi-Elastizität werden mehrfunktionelle Polyole und Tri-sowie Polyisocyanate als Reaktionspartner eingesetzt. Die Weichsegmente können Polyether (-O-) enthalten.
PVC (Polyvinylchlorid)
Dieser thermoplastische Massenkunststoff enthält im Polymermolekül die Monomer – Struktureinheit –CH2–CHCl- und besitzt eine ausserordentliche Langzeit-Beständigkeit als PVC-U (Hart-PVC) in Form bewährter Leitungsrohre. Mit Weichmacher ist PVC-P (früher PVC-W) relativ weich und leicht zu verarbeiten. Diskussionen gab es über die bei der Verbrennung ent= stehende Salzsäure (HCl) in Hinblick auf Umweltschädigungen.
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