Fachbegriffe
Einzelplatzbeleuchtung
Die Arbeitsplatzbeleuchtung oder Einzelplatzbeleuchtung stellt für einzelne Plätze im Raum Licht zur Verfügung, das auf spezielle Sehaufgaben abgestimmt ist. In der Regel ergänzt die Arbeitsplatzbeleuchtung die Allgemeinbeleuchtung.
Eine spezielle Arbeitsplatzbeleuchtung ist zu empfehlen, wenn besondere Anforderungen an die Beleuchtung einzelner Arbeitsplätze gestellt werden, zum Beispiel erhöhte Beleuchtungsstärken, eine bestimmte Lichteinfallsrichtung oder eine spezielle Leuchtdichte.
Elastische Verformung
Teil der totalen Verformung eines belasteten Kunststoffs, der nach Aufhebung der Last verschwindet.
Elastomer
Makromolekularer Werkstoff, der nach einer namhaften Verformung, die durch eine schwache Last erzeugt wurde, nach Entfernen der Last rasch wieder ungefähr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt.
ENEC
ENEC ist das europäische Sicherheitsprüfzeichen für Leuchten und andere elektrotechnische Produkte. Es wird von neutralen Prüf- und Zertifizierungsinstituten in Europa vergeben – in Deutschland vom VDE, für den die Prüfstellennummer „10“ neben dem ENEC-Zeichen steht. ENEC ist die Abkürzung von European Norm Electrical Certification.
Energie-Effizienz-Index (EEI) von Vorschaltgeräten
Um die Energieverschwender unter den Vorschaltgeräten (VGs) besser ausmachen zu können, wurden sie in der Europäischen Union klassifiziert. VGs der Klasse D sind seit Ende 2002 nicht mehr zulässig, VGs der Klasse C seit Ende 2005. Besonders energieeffizient arbeiten VGs der A-Klassen.
Die Klassifizierung erfolgt nach dem Energie-Effizienz-Index (EEI, entsprechend der Klassifikation der Federation of National Manufacturers Association for Luminaires and Electrotechnical Componentes für Luminaires in the European Union (CELMA) und damit der Vorschaltgeräte-Richtlinie 2000/55/EG):
A1 Dimmbare elektronische Vorschaltgeräte (EVG)
A2 Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) mit reduzierten Verlusten
A3 Elektronische Vorschaltgeräte (EVG)
B1 Magnetische Vorschaltgeräte mit sehr geringen Verlusten (VVG)
B2 Magnetische Vorschaltgeräte mit geringen Verlusten (VVG)
C Magnetische Vorschaltgeräte mit moderaten Verlusten (KVG)
D Magnetische Vorschaltgeräte mit sehr hohen Verlusten (KVG)
Entladungslampen
Entladungslampen erzeugen Licht beim Stromdurchgang durch ionisiertes Gas oder Metalldampf. Je nach Füllung der Lampe wird das Licht direkt sichtbar oder indirekt erzeugt, indem Leuchtstoffe auf der Innenseite des Glaskolbens die UV-Strahlung umwandeln. Der Betriebsdruck im Entladungsrohr ist entweder niedrig (Niederdruck-Entladungslampen) oder hoch (Hochdruck-Entladungslampen). Beispiele:
Niederdruck-Entladungslampen: stabförmige Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstoff- und Energiesparlampen, Induktionslampen, Natriumdampf-Niederdrucklampen.
Hochdruck-Entladungslampen: Halogen-Metalldampflampen und Natriumdampf-Hochdrucklampen.
EPDM
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Copolymer). Elastomeres, thermoplastisches Terpolymer. Das Dien ist Butadien, wobei restliche Doppelbindungen zu Verzweigungen und Vernetzungen geführt werden können. M steht für Monomer.
Epoxidharz
Epoxidharz (EP, Epoxy-Harz). Kunstharz, das Epoxy-Gruppen enthält, die sich durch härtende, mehrfunktionelle Substanzen (Härter) zu unschmelzbaren Duroplast vernetzen lassen, z.B. Zweikomponenten-Kleber, und Bodenbeschichtungen.
EVG
EVG ist die Abkürzung für Elektronisches Vorschaltgerät. EVGs und dimmbare EVGs werden anstatt konventioneller (KVGs) oder verlustarmer Vorschaltgeräte (VVGs) eingesetzt. Sie sparen Energie und schaffen hohen Sehkomfort. Weitere Vorteile: höhere Lichtausbeute der Lampen, flackerfreier Sofortstart, längere Lampenlebensdauer und automatische Abschaltung defekter Lampen.
Ex-Leuchten
Explosionsgeschützte Leuchten erfüllen außer den Brandschutz-Eigenschaften zusätzliche Anforderungen wie – zum Beispiel Zone 22-Leuchten – mindestens die Schutzart IP 5X und Bruchsicherheit der (schlagzähen) Leuchtenabdeckung. Die Normen DIN EN 50281, DIN EN 60079 und VDE 0165 teilen Arbeitsbereiche nach dem Grad der Explosionsgefahr in unterschiedliche Zonen, für die es jeweils speziell konstruierte Leuchten gibt. Für brennbare Gase, Dämpfe und Nebel gelten die Zonen 0 (ständig und langzeitig gefährlich), 1 (gelegentlich gefährlich) und 2 (kurzzeitig gefährlich), für brennbare Stäube die Zonen 20 (langzeitig oder häufig gefährlich) sowie 21 und 22 (kurzzeitig gefährlich durch gelegentliches Aufwirbeln).
Extrusion
Verarbeitungsverfahren, bei dem aufgeheizte oder nicht aufgeheizte Formmassen durch eine geformte Öffnung gedrückt werden, um ein endloses, geformtes Teil zu bilden.
Extrusionsblasverfahren
Ein dickwandiger Schmelzeschlauch wird taktweise vertikal nach unten ins Freie extrudiert. Damit er sich durch das Eigengewicht nicht in der Wandstärke verändert, sind sehr hochviskose Polymere mit hoher Schmelzefestigkeit erforderlich. In einer zweiteiligen Form wird der Schlauch aufgeblasen und nimmt dabei durch Abkühlen die Gestalt des gewünschten Hohlkörpers an.
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