Fachbegriffe

Dämmerungsschalter

Ein Dämmerungsschalter schaltet das Licht einer oder mehrerer Leuchten in Abhängigkeit vom Tageslicht (oder Anteilen künstlicher Beleuchtung) automatisch an und aus. Der integrierte Lichtsensor misst die Helligkeit. Seine Empfindlichkeit sollte stufenlos zu regeln sein, für die Außenbeleuchtung zum Beispiel von 2 bis 2.000 Lux Beleuchtungsstärke.

DALI

DALI  (Digital Addressable Lighting Interface) ist eine standardisierte Schnittstelle zur Ansteuerung von elektronischen Vorschaltgeräten für Leuchtstofflampen über digitale Steuersignale. Im Vergleich zur analogen Schnittstelle (1-10 V) kann DALI aufgrund der individuellen Adressierbarkeit einzelne Betriebsgeräte ansteuern.

Deckenanbauleuchten

Leuchten zur Montage direkt an der Decke sind Deckenanbauleuchten. Ihr Leuchtenkörper ist sichtbar. Sichtbare Leuchtenköper wirken als Teil der Raumeinrichtung, sind damit auch Mittel der architektonischen Gestaltung.

Deckeneinbauleuchten

Deckeneinbauleuchten eignen sich zur Montage in Hohlräumen oder Zwischendecken. Der größte Teil der Leuchte ist nicht sichtbar in der Decke eingebaut, häufig schließt die Lichtaustrittsöffnung bündig mit der Decke ab.

Dimmen

Durch Dimmen der eingesetzten Lampen kann die Helligkeit einzelner Leuchten oder Leuchtengruppen gesteuert werden. Dimmen verändert die Lichtstimmung, erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Raumnutzungen (Komfortdimmen). Zunehmend wird die Helligkeitssteuerung auch zum Energiesparen eingesetzt (Energiedimmen), zum Beispiel bei tageslichtabhängigen Regelungen in Büroräumen oder Industriehallen.

Mit Phasenanschnitt-Dimmern können Allgebrauchsglühlampen und Halogenlampen (230 Volt) gedimmt werden sowie Niedervolt-Halogenlampen, die an magnetischen Transformatoren betrieben werden. Phasenabschnitt-Dimmer werden vorwiegend eingesetzt zum Dimmen von Niedervolt-Halogenlampen an elektronischen Transformatoren. Sie eignen sich auch für Allgebrauchsglühlampen und Halogenlampen (230 Volt).

Kompaktleuchtstofflampen und stabförmige Leuchtstofflampen müssen an dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) betrieben werden.

DIN 5035

Vor Einführung der europäischen Normen (EN), die in der gesamten Europäischen Union gelten, war DIN 5035 „Beleuchtung mit künstlichem Licht“ die zentrale nationale Beleuchtungsnorm. Von den acht Teilen dieser Norm gelten einige unverändert oder in überarbeiteter Form weiter. Dazu die Übersicht:

DIN 5035 Beleuchtung mit künstlichem Licht

Teil 1 Begriffe und allgemeine Anforderungen (seit September 2002 komplett ersetzt durch DIN EN 12665)

Teil 2 Richtwerte für Arbeitsstätten in Innenräumen und im Freien (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1)

Teil 3 Beleuchtung in Krankenhäusern (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1, als ergänzende nationale Norm wurde DIN 5035-3 neu gefasst, gültig seit Juli 2006)

Teil 4 Spezielle Empfehlungen für die Beleuchtung von Unterrichtsstätten (seit März 2003 in wesentlichen Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1)

Teil 5 Notbeleuchtung (seit Juli 1999 komplett ersetzt durch DIN EN 1838)

Teil 6 Messung und Bewertung

Teil 7 Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplätzen und mit Arbeitsplätzen mit Bildschirmunterstützung (seit März 2003 in Teilen abgelöst von DIN EN 12464-1, als ergänzende Norm wurde DIN 5035-7 neu gefasst, gültig seit August 2004)

Teil 8 Spezielle Anforderungen zur Einzelplatzbeleuchtung in Büroräumen und büroähnlichen Räumen.

DIN EN 12464

DIN EN 12464 "Licht und Beleuchtung, Teil 1: Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen" (kurz: DIN EN 12464-1) ersetzt als europäische Beleuchtungsnorm seit März 2003 wesentliche Teile der nationalen DIN 5035. DIN EN 12464-2 Licht und Beleuchtung, Teil 2: zu "Arbeitsstätten im Freien" (kurz: DIN EN 12464-2) gilt seit Oktober 2007.

DIN EN 1838

DIN EN 1838 „Notbeleuchtung“ gilt in allen Ländern der Europäischen Union. Sie hat die jeweils nationale Norm bereits im Juli 1999 abgelöst.

Direkt/Indirekte Beleuchtung

Die Mischung von direkter und indirekter Beleuchtung wird häufig als angenehm empfunden. Dafür können Leuchten mit ausschließlich direktem und mit ausschließlich indirektem Lichtaustritt zusammen in einem Raum eingesetzt werden. Zahlreiche Leuchten kombinieren direktes und indirektes Licht in einer, zum Beispiel abgependelte Deckenleuchten und Stehleuchten. In der Regel wirkt der überwiegende Anteil des Lichts einer Leuchte indirekt: Er wird an Decke oder Wände gelenkt. Ein zusätzlicher Lichtaustritt nach unten sorgt für direktes Licht.

Direkt Beleuchtung

Direkt ist die Beleuchtung, wenn Leuchten ihr Licht direkt in den Raum und auf die Nutzebenen oder auf Plätze lenken, wo Licht gebraucht wird.

Duroplast

Kunststoff, der mit Wärme oder anderen Mitteln härtbar ist und sich dabei in ein praktisch unschmelzbares und unlösliches Produkt verwandelt. Der Begriff umfasst den ungehärteten, wie den gehärteten Zustand.

Duroplastische Elastomere

Duroplastische Elastomere (Gummiartige Polymerstrukturen) sind chemisch zu einem weit maschigen Raumnetzmolekül verknüpft, wodurch das Rückstellverhalten nach mechanischer Beanspruchung festgelegt ist. Daher weisen sie unterschiedliche Gummi-Elastizität auf.