Fachbegriffe
Beleuchtungsniveau
Das Beleuchtungsniveau (Helligkeitsniveau) beschreibt die mittlere Beleuchtungsstärke in einem Raum oder an einzelnen Plätzen. Das Beleuchtungsniveau ist abhängig von dem abgegebenen Licht der Leuchten und den Reflexionseigenschaften der Raumflächen. Das bedeutet: Je geringer die Reflexionsgrade sind und je schwieriger die Sehaufgabe – zum Beispiel beim Lesen oder Basteln, beim Kochen oder im Bad, umso höher muss die Beleuchtungsstärke sein, um ein gutes Beleuchtungsniveau zu erreichen.
Einige Beispiel für Reflexionsgrade:
> weiße Decke oder Wand bis 85 %
> helle Holzverkleidung bis 50 %
> rote Ziegel bis 25 %
> schwarzer Fußboden 0 %
Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke (Kurzzeichen: E, Maßeinheit: Lux) definiert, wie viel Licht – lichttechnisch genauer wieviel Lichtstrom (in Lumen) – auf eine bestimmt Fläche fällt: Sie beträgt ein Lux, wenn der Lichtstrom von einem Lumen einen Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet. Ein Beispiel: Eine normale Kerzenflamme hat im Abstand von einem Meter ungefähr ein Lux Beleuchtungsstärke.
Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter auf horizontalen und vertikalen Flächen gemessen. Sie beschreibt allerdings nicht präzise den Helligkeitseindruck eines Raumes, da dieser wesentlich von den Reflexionseigenschaften der Raumflächen abhängt. So erscheint ein weißer Raum bei gleicher Beleuchtungsstärke heller als ein dunkler.
Weil die Lichtverteilung einer normalen Beleuchtung nicht absolut gleichmäßig ist, geben Normen in der Regel die mittlere Beleuchtungsstärke an. Sie berücksichtigt die Ungleichmäßigkeiten rechnerisch: Die mittlere Beleuchtungsstärke ist das gewichtete arithmetische Mittel aller Beleuchtungstärken im Raum.
Betriebswirkungsgrad
Die bei der jeweiligen Leuchte angegebenen Betriebswirkungsgrade errechnen sich aus dem Verhältnis des bei der Leuchtenumgebungstemperatur und weiteren genormten Betriebsbedingungen aus der Leuchte austretenden Lichtstroms zur Summe der gemessenen Lichtströme der frei strahlenden Lampen, die diese einzeln am leuchteneigenen Betriebsgerät abgeben.
Bewegungsmelder
Bewegungsmelder oder Präsenzmelder schalten automatisch die angeschlossene Beleuchtung an, wenn sich in ihrem Erfassungsbereich Gegenstände oder Körper bewegen. Sie arbeiten in unterschiedlichen technischen Ausführungen: mit Passiv Infrarot- (PIR), Radar- oder Ultraschall-Sensoren. Die Einschaltdauer wird über einen Timer gesteuert und kann variiert werden.
Bildschirmarbeitsverordnung
Die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) von 1996 dient dem Gesundheitsschutz bei der Arbeit mit Computern. Sie ist die nationale Umsetzung der EU-Bildschirmrichtlinie. Die Anforderungen an die Beleuchtung eines Bildschirmarbeitsplatzes sind im Anhang in den Abschnitten 15 und 16 formuliert:
„Die Beleuchtung muss der Art der Sehaufgabe entsprechen und an das Sehvermögen der Benutzer angepasst sein; dabei ist ein angemessener Kontrast zwischen Bildschirm und Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Durch die Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes sowie Auslegung und Anordnung der Beleuchtung sind störende Blendwirkungen, Reflexionen oder Spiegelungen auf dem Bildschirm und den sonstigen Arbeitsmitteln zu vermeiden.“ (Abschnitt 15)
„Bildschirmarbeitsplätze sind so einzurichten, dass leuchtende oder beleuchtete Flächen keine Blendung verursachen und Reflexionen auf dem Bildschirm soweit wie möglich vermieden werden. Die Fenster müssen mit einer geeigneten verstellbaren Lichtschutzvorrichtung ausgestattet sein, durch die sich die Stärke des Tageslichteinfalls auf den Bildschirmarbeitsplatz vermindern lässt.“ (Abschnitt 16)
Gesetzliche Grundlage für die BildscharbV ist das Arbeitsschutzgesetz.
Blendung
Blendung kann das Sehen erheblich erschweren: Sie vermindert die Sehleistung (physiologische Blendung) und den Sehkomfort (psychologische Blendung). Zu unterscheiden sind direkte und indirekte Blendung: Direktblendung geht von Leuchten oder anderen Flächen mit zu hoher Leuchtdichte aus, wie zum Beispiel Fenstern. Reflexblendung wirkt indirekt, erzeugt von Reflexen durch Spiegelung auf glänzenden Oberflächen. Zur Blendungsbegrenzung wird die Blendquelle abgeschirmt und weniger reflektierendes Material eingesetzt.
Brandschutzsymbole
Die Buchstaben „F“ oder „M“ im kopfstehenden Dreieck sind Brandschutz-Symbole. Sie informieren, ob und wie die Eigenerwärmung einer Leuchte begrenzt ist, und auf welchen entflammbaren Stoffen sie montiert werden darf. Wenn Leuchten Brandschutz-Symbole tragen, müssen unbedingt die Montagevorschriften des Herstellers beachtet werden.
Das Brandschutzsymbol „D“ im kopfstehenden Dreieck (früher zwei „F“-Dreiecke) kennzeichnet Leuchten mit begrenzter Oberflächenerwärmung. Sie dürfen in Industrie und Handwerk in Räumen mit brennbaren Stäuben eingesetzt werden.
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